Alle Artikel mit dem Schlagwort: Klischee

GS004 “Halt dich proper!” Fontanes moderne Frauenfigur Mathilde Möhring

Mit einiger Verspätung reiche ich heute meine November Episode nach. Rezensier’s mal mit Gemütlichkeit: In der vierten Episode meines Literatur Podcasts habe sich das A&O in Stuttgart bei und mit Claudia Feldtenzer vom Reclam Verlag zusammengesetzt. Auf unserem Lesemenue, ganz klassisch passend: Mathilde Möhring von Theodor Fontane.
Was erwartet euch also?

Die unumgängliche, aber leicht verdauliche Einführung in solche Thematiken wie Realismus und wilhelminisches Bürgertum,
Eine zugängliche Zusammenfassung des Plots und den Lebensraum der Figuren, für alle, die den Roman noch nicht gelesen haben
Sitzätze aus dem Text und Zitate aus wissenschaftlichen Publikationen, buchstabenbunt versteht sich
Ein kleiner Standpunktbattle in den Lesarten. Literaturinterpreation lebt genau davon!
ein kurzweiliger Literatur Podcast, der euch lebenswortfroh zu unterhalten weiß!

Also, macht’s euch gemütlich!
… und: Ergänzungen, Feedback, Kritik bitte gerne und unbedingt in die Kommentare schreiben.
Show Notes:

#mxsw Treffen der Medienmenschen aus dem Südwesten in Stuttgart
Literatur Podcast Zettelkasten von Claudia Feldtenzer und Hannes Fricke
Presse Service des Reclam Verlags
“Die Judenbuche” von Droste-Hülshoff in ZK003
Realismus (Literatur): 1848 – 1890
Bürgerlicher Realismus: 1850 – 1898
Georgenstraße 19 in Berlin nach Woldenstein und zurück (Kapitelübersicht)
Die Sitzsatz-Philosophie
Ampel: schalemförmige Deckenlampe
Kleinbürgertum in “Mathilde Möhring”
Domestic sphere (Victorian Britain)
Gemme, geschnittener Schmuckstein
Sabina Becker: “Aufbruch ins 20. Jahrhundert – Theodor Fontanes Roman ‘Mathilde Möhring’. Versuch einer Neubewertung.” In: Zeitschrift für Germanistik N.F. 10 (2000), Heft 2, S. 298 – 315.
Hugo Aust: “Mathilde Möhring.” In: Interpretationen. Fontanes Novellen und Romane. Herausgegeben von Christian Grawe. Reclam Stuttgart 1991, S. 275 – 294.
Namensbedeutung Mathilde. Zusammengesetzt aus althochdeutsch: maht (Macht, Kraft) und hiltja (Kampf)
Der letzte Satz: “Rebecca hat sich verheiratet.”
Lesehalle (für Frauen) in Berlin, gegründet von Bona Peiser
Herrad U. Bussemer: “Bürgerliche Frauenbewegung und männlicher Bildungsbürgertum 1860 – 1880.” In: Bürgerinnen und Bürger. Geschlechterverhältnisse im 19. Jahrhundert. Herausgegeben von: Ute Frevert. Vandenhoeck & Ruprecht in Göttingen 1988, S. 190 – 205.
ADF: Allgemeiner Deutscher Frauenverein (Luise Otto)

das A&O mit der Autorin Judith Schalansky: links blaue Hose, rechts blaue Schuhe

Judith Schalansky im Stuttgarter Literaturhaus: Momentaufnahmen mit der getippten Camera Obscura

Sitzsatz zum Abend im Stuttgarter Literaturhaus im Sinne der Sitzsatz-Philosophie Judith Schalansky macht es sich im Sehnsuchtsraum Insel durch Literatur gemütlich: “Ich bin Abenteurerin, theoretisch. Die eigentliche Herausforderung ist es doch, zuhause zu bleiben, wenn man eigentlich überall hin kann.” Die Camera Obscura Eine Lochkamera ist eine Kamera der einfachsten Art: Box mit nadelstichgroßem Lichteinfall. […]

Illustration mit dem Schriftzug "Timeline Tweets von Büchermenschen started on satzsitz.de" zeigt PC, Tablet und Handy mit Twitter

It’s Thursday! Ausgewählte Timeline-Tweets von Büchermenschen (Tweet Week 2)

Triple-T ruft multiple Begeisterung hervor! Letzte Woche als spontane Idee in der Mittagspause gebloggt, hat mein kleines “Triple-T”-Projekt (Timeline-Tweets each Tuesday or Thursday) viel positives Feedback, nach oben gestreckte Daumen und verteilte Sternchen erhalten. Das freut mich sehr und feuert an, in die nächste Runde zu starten, die vielleicht sogar als Funke auf andere Blogs […]

Brief an meine polyamorösen Handschuhe (Leselicht / 3. Advenzsitzsatz)

Liebe Handschuhe, was euch und mich und unser Verhältnis zueinander betrifft, kann man am besten von einer Zweckverbindung sprechen. Ich habe im Winter kalte Pfoten, ihr seid das Stück Stoff, das Wärme verspricht. Was bekommt ihr von mir dafür? Eine Reise durch die Welt per Minimalradiusverbindung. (Will ich mal sehen, wie ihr sonst auf zwei […]

Wolkenillustration von das A&O zum Mai-Wetter

Mai-Wetterei … oder wieso es gerade so viel regnet

Wortwiese von das A&O, auf der das Mai-Wetter wächst (Soll das Mai-Wetter doch bleiben, wo die Wortwiesen wachsen!) Den schauerweichen Regenmantel bis obenhin zugeknöpft eilte Cumi über die Hauptwindverkehrsstraße. Cumi war eine junge, noch heranwachsende Wolke und außerdem bereits zehn Tröpfel-Minuten zu spät dran. Wenn daraus erst eine Vierteltropfstunde würde, gäbe es ein richtiges Donnerwetter. […]

Brief an Enid Blytons Tomboy Jo (Fünf Freunde / The Famous Five)

Liebe Jo, wegen dir war ich mal eine ganze Weile in den Namen “Josephine” verknallt. Betraf nur die englische Version natürlich: “Dschohsefien” gesprochen, “Dschoh” im Spitznamen. Dabei kann der Name eigentlich gar nichts dafür, ist ja jetzt nicht soooo der Knallerklopper und steht sonst nur in weißer Schnörkelschrift auf blauen Tassen, die Oma vom Christkindlmarkt […]